Gepostet von Gutschein am Dez 16, 2011 in Allgemein | Kommentare deaktiviert
Staubsauger, die es schon seit etwa 1870 gibt, können heute hoch effizient jede Fläche reinigen, nass und trocken, mit Kabel- oder Akkubetrieb, Beutel oder Zyklon, als zentrale Hochleistungseinheit in großen Gebäuden oder kleiner Handsauger für die Pkw-Sitze. Sie entfernen mit diversen Zusatzgeräten auch festsitzende Haare und groben Schmutz von filzigen Unterlagen und können mit einem HEPA Filter Allergiker vor den aufgewirbelten Partikeln schützen.
Es wird zunächst zwischen dem großen, leistungsfähigen Industriesauger und dem heimischen Boden- oder Handstaubsauger unterschieden. Des Weiteren ist seit den 2000er Jahren zwischen einem manuell betätigten Staubsauger und einem Staubsaugerroboter zu unterscheiden, Letzterer erledigt die Arbeit von allein und findet auch seinen Weg durch die Wohnung. Eine weitere Unterscheidung betrifft Beutel- oder Zyklonsauger, Letztere beutellos und wiederum in verschiedenen Bauarten verfügbar. Der Beutelsauger sammelt den Staub in einem auswechselbaren Beutel, der auch als Filter dient und in modernen Geräten sehr feine Teilchen bis zur Schwebstoffgröße aufnimmt. Die beutellosen Staubsauger können als Einfachzyklon gestaltet sein, bei dem ein Luftwirbel, der Zyklon, den Staub durch die Fliehkräfte in ein Schmutzauffangfach schleudert, wobei meist ein Papierzentralfilter unterstützend eingesetzt wird, und auch als Multizyklon, in dem ein großer und mehrere kleine Zyklone (zur Feinreinigung) erzeugt werden. Multizyklone kommen ohne Papierzentralfilter aus, nutzen aber einen Schwebstofffilter für feinste Teilchen. Hinsichtlich der Handhabbarkeit von Staubsaugern unterscheidet man noch zwischen dem Hand-Stabstaubsauger, dem Hand-Rüsselstabstaubsauger und dem Bodenstaubsauger. Alle diese Geräte können mit verschiedenen Bürsten bestückt werden, die zur verbesserten Leistung auch rotieren können, selbst durch einen zusätzlichen Motor.
Staubsauger sind nicht imstande, alle feinsten Teilchen rückstandslos und ohne Verwirbelung vom Fleck wegzusaugen, was für Allergiker große Probleme verursachen kann. Sowohl der beim Saugen aufgewirbelte Kot von Hausstaubmilben und Schimmelsporen als auch allergene Pflanzenpollen von außen werden beim Staubsaugen in die Luft geblasen und können eine allergene Belastung verursachen, bei der manche Menschen krank werden. Daher wurden schon in den 1940er Jahren die HEPA Filter für antiallergenes Staubsaugen entwickeln, daneben noch einige weitere Filterklassen (ULPA und SULPA), aber HEPA Filter sind die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten. Das Akronym bedeutet High-Efficiency-Particulate-Airfilter, es werden also feinste Partikel hocheffizient ausgefiltert. HEPA Filter scheiden Partikel von 0,1 – bis 0,3 Mikrometer mit einer Zuverlässigkeit zwischen 85 bis 99,995 Prozent ab (je nach Filterart), auch kleinere Partikel werden ausgefiltert, die ohnehin nicht so schwer zu bewältigen sind. Die Partikelgröße von 0,1 – 0,3 µm gilt als am problematischsten, bei kleineren Partikeln wirken schon wieder unterstützende Adhäsionskräfte. Die Luft nach einem HEPA Filter kann – je nach Art und Klasse des Filters – die von Rein- und Operationsräumen geforderte Qualität erreichen.
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